Online Marketing im Tourismus

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Online Marketing Tipps für Ferienwohnungen und Hotels

Viele Urlauber buchen ihre Reise nicht mehr klassisch im Reisebüro, sondern suchen im Internet nach Anbietern und Unterkünften. So werden Urlaube im digitalen Zeitalter vermehrt im Internet gebucht. User können Preise direkt vergleichen und sich über die Ferienunterkunft und den Urlaubsort auf verschiedenen Websites und Portalen informieren.
Googelt man nach Hotels und Ferienwohnungen, findet man auf den vorderen Google Plätzen die klassischen Buchungs- und Reiseportale wie z.B. Booking.com, FeWo oder Airbnb.

Wie können also kleine Betreiber von Ferienwohnungen und Hotels wie du Online Marketing für sich nutzen?

1. Website

Als ersten Schritt solltest du für deine Unterkunft eine Website erstellen (lassen). Auf dieser kannst du deine Ferienwohnung mit ansprechenden Fotos repräsentieren. Achte allerdings darauf, dass du keine privaten Schnappschüsse verwendest, sondern Bilder vom professionellen Fotografen machen lässt. Hier solltest du nicht am falschen Ende sparen. Der erste Eindruck zählt und andere Ferienunterkünfte sind nur einen Klick entfernt. Bilder vermitteln Emotionen und mit hochwertigen Fotos setzt du dein Objekt gekonnt in Szene.

Zudem kannst du deine Fotos für Bilder SEO verwenden. Gerade im Tourismus profitiert man von optimierten Bildern. Internetnutzer verwenden oft die Google Bildersuche, um nach schönen Orten und Unterkünften zu suchen. Hast du professionelle und emotional ansprechende Bilder, springen diese sofort ins Auge. Da Google noch keine Bilder „sehen“ kann, musst du dem Google Bot praktisch zu verstehen geben, was sich auf dem Bild befindet, damit er es auslesen kann. So solltest du Bilder schon mit dem Keyword im Dateinamen speichern und hochladen sowie in der Mediathek ein Alt-Tag hinzufügen. Das ist für Bilder SEO essenziell. Die Wahrscheinlichkeit bei Bildern eine höhere Positionierung zu erhalten ist höher als in der normalen textlichen Google Suchergebnissen.

Beschreibe genau die Unterkunft und was du zu bieten hast. Touristen interessiert auch, was sich in der Umgebung befindet, wie weit sie von Sehenswürdigkeiten, Ausflugszielen entfernt sind und wo sie gut Essen gehen können.

Integriere ein Buchungsformular auf der Website, so dass interessierte Besucher direkt bei dir eine Unterkunft reservieren können. Empfehlenswert ist ebenfalls ein Kontaktformular. So können User bei Fragen oder Unklarheiten direkt mit dir Kontakt aufnehmen.

In einem FAQ Bereich hast du Platz für häufig gestellte Fragen. FAQ Seiten sind wichtig für Voice Search, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. User verwenden vermehrt Suchanfragen mit sprachgesteuerten digitalen Assistenten (z.B. Siri oder Alexa). So kannst du für konkrete Fragen mit Longtail Keywords besser ranken, wie z.B. „welche Sehenswürdigkeiten gibt es Frankfurt“. Das Suchvolumen ist nicht so groß, dafür beantwortest du aber ganz genau die Frage des Nutzers. Gelangt der Suchende dadurch auf deine Website, hast du wieder einen potenziellen Gast mehr. Jetzt gilt es nur noch mit Content zu überzeugen.

Doch die schönste Website hilft dir nichts, wenn du von potenziellen Gästen nicht gefunden wirst. So sollte deine Website zumindest grundlegend suchmaschinenfreundlich gestaltet sein. Achte hier auf eine schnelle Ladegeschwindigkeit, der korrekten H1 Überschrift mit deinem Haupt Keyword, Alt-Tags in Bildern sowie der Meta Description. Dein Content sollte für deine Website Besucher einladend und informativ sein. Das erfreut auch Google. Benötigst du Unterstützung bei der Erstellung deiner Website, nimmt Kontakt mit mir auf. Doch Suchmaschinenoptimierung ist ein komplexes Thema. Nur mit dem Vorhandensein einer Website ohne weitere Online Marketing Maßnahmen wirst du im Tourismus Markt nicht vorwärtskommen. Der Wettbewerb in der Reisebranche ist extrem stark. So wird es schwer sein, große und etablierte Unternehmen bei Google zu überholen. Diese haben meist ein großes Marketingbudget und betreiben intensive und sehr gute Suchmaschinenoptimierung. Da können Betreiber von kleinen Pensionen und Ferienwohnung leider nicht mithalten. Dennoch ist es möglich, online auf sich aufmerksam zu machen.

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2. Blog

Mit einem Blog-Bereich kannst du Urlaubern interessanten Inhalt bieten, bspw. durch Bereitstellen von Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Spezialitäten oder Kuriositäten aus deiner Umgebung. Sei originell! So lockst du potenzielle Gäste auf deine Website. Die Keywords haben zwar nicht so ein großes monatliches Suchvolumen, sind aber teilweise nicht so stark umkämpft wie klassische Suchbegriffe im Tourismus, z.B. „Ferienwohnung Kroatien“ oder „Urlaub Mallorca“.

Natürlich betreiben auch große Portale einen Blog – und das aus gutem Grund. Blogbeiträge sind eine sehr effektive SEO Maßnahme. Durch interessante Beiträge kannst du für bestimmte Schlagwörter bei Google aufsteigen. Zum einen werden interessierte User auf deinen Blog-Beitrag aufmerksam, die du wiederum als potenzielle Gäste gewinnen kannst. Zum anderen hat es einen positiven Effekt auf weitere Keywords, wenn du mit bestimmten themenrelevanten Suchbegriffen bei Google gut rankst.

Wichtig ist allerdings, dass du regelmäßig Blog-Beiträge schreibst. So sorgst du für Freshness auf deiner Website. Da Google auf frische Inhalte mit Mehrwert für seine Nutzer Wert legt, hat dies ebenfalls einen positiven Effekt auf die Google Positionierung.
Hast du keine Zeit für das Schreiben von Blog-Beiträgen, kannst du diesen Part auch an mich auslagern. Nimm Kontakt mir mir auf!

3. Backlinks

Sorge für Backlinks. Hier handelt es sich um Verweise von einer auf eine andere Website. Google wertet dies als eine Art Empfehlung. Achte jedoch auf einen natürlichen Backlinkaufbau mit hochwertigen und themenrelevanten Links.
Du solltest die Kraft der Backlinks nicht unterstützen. Sie sind weiterhin ein wichtiger Rankingfaktor.

Du kannst damit starten, dein Feriendomizil in Branchenverzeichnissen zu listen. Schau in deiner Ortschaft oder Region, ob es auch eine Tourismus-Seite gibt, wo du dich ebenfalls eintragen lassen kannst. Du kannst Pressebeiträge oder Gastartikel für andere Tourismus-Blogs schreiben. Natürlich solltest du dabei immer den Link zu deiner Website angeben. Du kannst dich mit Backlinks nicht so recht anfreunden? Macht nichts, Laien tun sich oft schwer damit. Ich kann dich beim Backlinkaufbau gerne unterstützen.

4. Google My Business

Lege dir auf alle Fälle einen Google My Business Profil an. Dies hat mehrere Vorteile:

  • Du bekommst einen hochwertigen Backlink.
  • Deine Adresse ist in Google Maps hinterlegt und Urlauber können sehen, wo sich deine Unterkunft befindet und können bequem den Routenplaner nutzen.
  • Du kannst Bilder, Informationen zu deiner Unterkunft, Preise sowie einen Buchungslink hinterlegen.
  • Du kannst direkt mit Usern kommunizieren und ihre Fragen beantworten.
  • Ein weiterer Pluspunkt: Gäste können Google Bewertungen schreiben. Diese kannst du dann auf deiner Website veröffentlichen. Und auch potenzielle Kunden schauen sich Google Rezensionen an. So baust und stärkst du Vertrauen.

Google hat einen extra Leitfaden für Google My Business für Hotels und Unterkünfte.

5. Buchungsportale

Wie bereits erwähnt kannst du nicht mit großen Buchungs- und Reiseportalen konkurrieren. Was bleibt dir also übrig? Du musst auf diesen Portalen ebenfalls zu finden sein. Je nach Anbieter hast du Gebühren oder musst einen gewissen Prozentsatz der Unterkunftskosten an den Portal-Betreiber zahlen. Allerdings profitierst du auch von der Bekanntheit und der guten Sichtbarkeit dieser Plattformen. Mach dir das zunutze.

Und hier kommt wieder deine Website ins Spiel! Zwar kannst du auf den Portalen meistens deinen Website Link nirgends angeben. Schließlich möchten die Betreiber, dass Reisende auf deren eigenem Portal buchen. Allerdings recherchieren viele Urlauber online nach der Unterkunft, die sie auf dem jeweiligen Portal gefunden haben. Es wird geschaut, wie die Ferienwohnung von anderen Urlaubern bewertet ist, was sie zu bieten hat und wie die Lage ist. Sucht ein Interessent nach deinem Namen, wird er dich eher finden, als wenn er allgemeine Suchbegriffe mit hohem Wettbewerbsfaktor wie „Ferienwohnung Ostsee“ verwendet. Er kennt dich bzw. den Namen deiner Unterkunft quasi schon. Für den eigenen Namen zu ranken ist nicht schwer, es sei denn es gibt mehrere Unterkünfte mit der gleichen Bezeichnung, was eher selten der Fall ist. Meistens unterscheiden sie sich doch durch einen verschiedenen Ort. Beim eigenen Namen bedarf es noch nicht einmal einer intensiven Suchmaschinenoptimierung.

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Wenn du auf deiner Website ein günstigeres Angebot hast als auf dem Buchungsportal, ist es für den potenziellen Gast attraktiver, direkt bei dir zu buchen. Achte jedoch auf die Policy und Preispolitik des Buchungsportals. Du solltest bei deinem Buchungsformular darauf achten, dass du eine Buchungslösung mit Schnittstelle zum Kalender der Portale hast, auf dem du deine Unterkunft inseriert hast. So vermeidest du Doppelbuchungen und ärgerliche Gäste.

Wecke mit deinem Webauftritt Emotionen beim User. Fühlt er sich wohl auf deiner Website und wirkst du sympathisch, ist die Wahrscheinlichkeit ebenso höher, dass direkt bei dir gebucht wird.

Bist du neu auf dem Markt und findet man relativ wenig über dich im Internet, werden viele Urlauber den sicheren Weg gehen über die direkte Buchung auf dem Portal. Das ist für dich nicht zwangsläufig schlecht, schließlich hast du durch die Buchung auf dem Portal einen Gast gewonnen. So kannst du positive Rezensionen für die Zukunft sammeln. Hast du auf den Portalen einen guten Ruf, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Gäste durch diesen Trust Faktor direkt auf deiner Website buchen.

Durch Buchungen auf der eigenen Website bist du unabhängiger und kannst eigene Konditionen festlegen, die flexibler gegenüber Portalen sind.

6. Social Media

Auf deiner Website kannst du ebenfalls dein Social Media Profil einbetten, entweder mit einem Button, der direkt zu deinem Profil führt oder dein Social Media Feed mit aktuellen Beiträgen wird gezeigt. Achtung: achte hier auf die DSGVO und die Weitergabe von Daten in Drittstaaten!

Und da sind wir schon beim nächsten Thema. Nutze Social Media für dein Online Marketing. Hier machst du durch interessante Postings auf dich aufmerksam und bist wieder etwas unabhängiger von großen Buchungsportalen. Poste für deinen Social Media Erfolg ansprechende Bilder aus deiner Umgebung und deiner Unterkunft, die bei Usern Lust auslösen, ihren nächsten Urlaub genau bei dir zu verbringen. Gib Tipps und Ratschläge. Verlinke ab und zu deine Unterkunft und deine Blog-Beiträge ;-). Interessant für Fans und Followers sind auch Live Contents. Hierfür eignen sich Instagram Stories hervorragend.
Wenn du keine Ahnung von Social Media oder einfach keine  Zeit hierfür ist, kannst du das Social Media Management gerne auch an mich geben. Ich unterstütze ich dich dabei. Schreib mir!

Touristen posten Urlaubsfotos. Eine gute Idee ist, eine ansprechende Fotowand in deiner Unterkunft zu platzieren, versehen mit einem QR Code zu deinem Social Media Profilen und deiner Website. Interessierte User schauen sich dein  Profil und deine Website an. So generierst du Traffic auf deine Website, was wiederrum einen positiven Effekt auf dein Google Ranking hat. Betrachte jeden Website Besucher als neuen potenziellen Gast.

7. Influencer

Nutze Influencer Marketing für dich und kooperiere mit Meinungsmachern. Die Höhe der Gegenleistung richtet sich nach deren Follower Anzahl und dem Bekanntheitsgrad. Überlegenswert ist eine gratis Übernachtung. Der Influencer berichtet und postet ansprechenden Fotos von deiner Ferienunterkunft in Social Media. So kann er auch einen Gutscheincode bewerben, z.B. 10% Nachlass bei einer Buchung von seinen Followern oder ein Willkommensgeschenk. Überlege dir jedoch gut, welchem Influencer du eine kostenlose Übernachtung spendierst. Oft wird dies von vielen Menschen auch schamlos ausgenutzt. Die Kosten sollten in Relation zu deinem Nutzen stehen.

Ist dein Budget nicht allzu groß, solltest du mit sog. Nano-Influencern kooperieren. Diese haben max. 10.000 Follower, jedoch ist deren Engagement Rate deutlich höher als bei Makro oder Mega Influencern (ab 100.000 bzw. 1.000.000 Follower). Du kannst deine Reichweite auch damit erhöhen, indem du die Möglichkeit hast, mit mehreren Influencern zusammen zu arbeiten. Wenn du nicht weißt, wie du die richtigen Influencer findest und mit ihnen in Kontakt trittst, kann ich dich gerne dabei unterstützen. In meinem Kontaktformular kannst du mich jederzeit anschreiben.

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7. Online Werbeanzeigen

Eine weitere Möglichkeit ist Werbeanzeigen zu schalten. Hier bieten sich Suchemaschinenwerbung wie Google Ads sowie Werbung in den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram an.

Google Ads

Auch große Portale schalten bei Werbeanzeigen. So wird es für dich schwierig sein, im Ads Bereich eine bessere Platzierung zu erhalten. Zwar spielt mittlerweile nicht mehr das höchste Gebot für ein gutes Ranking eine Rolle, vielmehr sind auch noch Qualitätsfaktoren entscheidend. Das heißt im Grunde genommen kannst du mehr als der Wettbewerber für einen Klick bieten, ist aber die Anzeige von der Qualität schlecht, wird dennoch die Anzeige mit niedrigerem Budget, dafür aber mit höheren Qualitätsfaktor, ausgespielt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass genau deine Anzeige besser performt als die von bspw. Booking oder FeWo ist eher gering. Große Portale haben ein ganzes Team an Online Marketern und Experten im Bereich SEO und SEA, die sich ausschließlich darum kümmern. Verbrate hier nicht unnötig dein Budget!

Facebook Ads und Instagram Ads

Eine bessere Alternative ist die Schaltung von Facebook und Instagram Ads. Du kannst dein Budget individuell festlegen sowie die Anzeige an genau deine Zielgruppe anpassen und nur an diese ausspielen lassen. Der Streuverlust ist hier geringer, vorausgesetzt du definierst genau deine Zielgruppe im Facebook Business Manager. Bei Facebook Ads hast du genau die gleichen Chancen wie die großen Portalbetreiber.

Fazit

Hab keine Angst vor der großen Konkurrenz. Heutzutage kommst du um Online Marketing nicht herum. Auch als „kleiner Fisch“ hast du genug Platz neben großen Portalen. Und auch kleine Fischen können schnell schwimmen ;-).

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